Leuchtmittel

Warum eine LED und keine HID ?

Die HID ist genauso wie die Halogen-Lampe mittlerweile ein Leuchtmittel, welches im DIR-Tauchen nicht mehr eingesetzt werden sollte.

Dieses Leuchtmittel ist fehleranfällig, veraltet und auch in der Leuchtleistung pro Watt nicht mehr Stand der Technik. Bricht die Tube, ist die Elektronik komplett zerstört, da sie nicht kurzschlussfest ist.

Unsere Elektronik dagegen ist gegen die LED gekapselt, so dass selbst im Salzwasser, wenn die Tube mal brechen sollte, die LED weiter leuchtet. Denn unsere Elektronik ist kurzschlussfest, zu sehen auf unserem Video. Gerade im technischen Tauchen ist das unter dem Gesichtspunkt von Zuverlässigkeit von besonderer Wichtigkeit und Bedeutung.

Die HID-Elektronik ist groß, anfällig und kompliziert, weil sie die Spannung zum Zünden in eine Hochvoltspannung von ca. 50.000 Volt und für den Betrieb in eine Spannung von ca. 80 Volt umwandeln und bereitstellen muss. Eine LED arbeitet dagegen mit Spannungen von 3 bis 40 Volt. Die von uns eingesetzte SST-90, eine der zuverlässigsten LEDs auf dem internationalen Markt, arbeitet im Maximum mit ca. 3,7 V.

Hier entfällt die Zündelektronik. Auch verzeiht eine LED jegliches An- und Ausschalten, was für HID-Brenner jedes Mal eine Verkürzung der Lebenszeit darstellt. Eine LED hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 90.000 Stunden bei unbegrenzter Anzahl von An-, Ausschalt- und Dimmvorgängen.

Wir haben uns in diesem Zusammenhang für einen Piezotaster als Dimmschalter entschieden, weil der Piezotaster nur auf Druckunterschied schaltet. Selbst wenn er mechanisch beschädigt wird, löst dies nur einmal einen Schaltvorgang aus. Die Lampe leuchtet weiter.

Bei einem mechanischen Schalter dagegen kann dies anders aussehen. Wenn der Schalter so beschädigt wird, dass er dauernd durchschaltet, wird die Lampe für den Rest des Tauchganges dauerhaft immer wieder geschaltet und ist dadurch nicht zuverlässig brauchbar.

Das einzige Problem bei der Verwendung einer LED ist es, die Wärme von der LED wegzubekommen. Bei der HID ist dies einfach. Die Wärme entsteht im Lichtbogen, also „vorne“. Dadurch, dass die Glastube vom Wasser umspült wird, wird die Wärme optimal weggeleitet.

Bei der LED entsteht die Wärme an der Unterseite, also auf der Trägerplatine. Um diese Wärme abzuleiten, sind wir ebenfalls neue Wege in der Entwicklung gegangen und haben ein neuartiges, mehrstufig-patentiertes Wärmeleitmanagement entwickelt.

Nach aufwändigen Berechnungen wurden spezielle Kühlkanäle gefräst, die auf der Außenseite des Tube-Trägers die Wärme hin zur Kühlrippenstruktur ableiten.

Weiterhin ist im Inneren die Elektronik und ein weiterer Teil des Innenbereiches von einer speziellen wärmeleitenden Flüssigkeit, die nicht elektrisch leitend ist, umspült. Die in der Struktur entstehende Wärme wird so jederzeit an die Kühlrippen weiter- und dort abgeleitet. Dieses zweistufige Wärmemanagement hat zur Folge, dass die LED mit höchster Leistung zuverlässig betrieben werden kann.

Ein spezieller Temperatursensor, welcher nur wenige Zehntel Millimeter hinter der LED sitzt, überwacht die Betriebstemperatur der LED und regelt die LED automatisch stufenweise herunter. So müsst ihr euch keine Gedanken darüber machen, ob die Lampe nun an oder aus ist. Er gibt die Hochschaltung der LED wieder frei, wenn die Betriebstemperatur der LED gesunken und wieder im optimalen Bereich ist.